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Über 4 Millionen Arbeitslose – und die Konjunktur geht am Volk vorbei
01.11.2010 | mein-hh.info
Alle Jahre wieder hören wir die üblichen Lügenmärchen von wirtschaftlichem Aufschwung und sinkenden Arbeitslosenzahlen. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Bundearbeits(losen)agentur den geschönten Monatsbericht für Oktober 2010. Wie auf Kommando jubelten etablierte Politiker und Medien lautstark, daß die Arbeitslosenzahl erstmals seit knapp 20 Jahren wieder unter 3 Millionen gesunken sei und das dies mit der guten Konjunktur zusammenhinge.

Die Wahrheit sieht allerdings ein wenig anders aus. Viel aufschlußreicher, als die offizielle Zahl der Arbeitslosen ist nämlich z.B. die Zahl der “Unterbeschäftigten”. Dazu gehören nicht nur alle arbeitslos gemeldeten Personen, sondern auch alle diejenigen, die aus der offiziellen Arbeitslosenzahl heraus gerechnet wurden, weil sie sich u.a. in “aktiven Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik” befinden. Sie gelten gemäß Sozialgesetzbuch III § 16 (2) nicht als arbeitslos, obwohl sie aufgrund ihrer Einkommens- und Beschäftigungslage de facto “nah am Arbeitslosenstatus” sind. Das sind immerhin rund 600.000 Personen, die zur derzeit offiziellen Arbeitslosenzahl von 2,94 Millionen hinzugezählt werden müssen.

Weiterhin kommen noch rund 243.000 Personen hinzu, die sich mit staatlicher Subventionierung selbständig zu machen versuchen. Daß dies in der Realität zumeist am Ende der staatlichen Subvention scheitert, sei nur am Rande erwähnt. Damit liegt die offizielle Zahl der nicht sozialversicherungspflichtigen Normalbeschäftigten bei etwas mehr als 4 Millionen. Nicht hinzugerechnet ist dabei die Zahl der Kurzarbeiter, die aufgrund geringer Einkommens- und Beschäftigungslage kaum besser gestellt sind, als Arbeitslose. Die Zahl der Kurzarbeiter hat seit 2009 stark zugenommen und liegt im Schnitt bei knapp einer Million.

Läßt man also alle Paragraphentricks und Schönfärberei beiseite, sind alleine schon diesen offiziellen Zahlen zufolge um die 5 Millionen Menschen in Deutschland ohne eine existenzsichernde Normalbeschäftigung.

Wirtschaftlicher Aufschwung bedeutet in diesem System schon lange nicht mehr, daß automatisch auch ein sozialer Aufschwung für das Volk stattfindet. Im Gegenteil: Die Konjunktur findet zumeist völlig losgelöst vom Wohl des Volkes statt – bei den globalen Multikonzernen, die Deutschland lediglich als einen von vielen Standorten für ihren eigenen Profit ausbeuten. Diese Konjunktur nützt unserem Volk nicht nur nichts, sie schadet uns Deutschen sogar, weil sie auf dem Rücken der Beschäftigten geschieht. Mit Lohndumping, mit immer schlechteren Arbeitsbedingungen und mit der gezielten Umstellung der Konzernstrukturen auf massenweise minderwertige Billiglohn-Jobs, die mit minderqualifiziertem, schlecht bezahltem Personal besetzt werden können.

Dies sind dann zumeist eher Ausländer als Deutsche, weil Ausländer nachweislich weniger gebildet und weniger qualifiziert sind. Wobei wir im Gegensatz zu den BRD-Behörden nicht zwischen Ausländern und “Migranten” unterscheiden, da auch “Migranten” keine Deutschen sind. Auch in diesem Punkt ist die offizielle Arbeitsmarktstatistik geschönt, denn die Arbeitslosenquote bei Ausländern wird von der Regierung mit einem billigen Hütchenspielertrick kleingehalten: Von den insgesamt rund 16 Millionen Nichtdeutschen werden lediglich rund 7 Millionen für die Berechnung der Quote zu Grunde gelegt, weil nach Auffassung der BRD nur diese 7 Millionen als “Ausländer” anzusehen seien. Die anderen rund 8 Millionen Nichtdeutschen werden dagegen einfach als “Deutsche” deklariert. Wir sollen also wohl bewußt darüber getäuscht werden, wie viele Ausländer in Deutschland wirklich arbeitslos sind. Sonst würde sich noch viel stärker die Frage aufdrängen, warum diese Ausländer überhaupt hier sind? Und die offiziell verbreitete Lüge, daß wir Ausländer für die Wirtschaft bräuchten, würde dann noch viel weniger geglaubt werden. Warum sollten wir auch ausländische Arbeitskräfte brauchen, wenn wir selber schon Millionen Arbeitslose im Volk haben?

Auf diese Frage haben sich Systempolitiker und Lobbyisten inzwischen eine neue Antwort einfallen lassen: Die Lüge vom “Fachkräftemangel”. Weil es in Deutschland angeblich zu wenige Fachkräfte gäbe, müßten jetzt ganz viele “ausländische Facharbeiter” nach Deutschland kommen. Arbeitgeber-Präsident Hundt forderte sogar ein “Blitzverfahren”, damit ausländische “Fachkräfte” ganz pauschal ohne behördliche Kontrolle jederzeit nach Deutschland kommen und hier arbeiten dürften, wie es den Konzernen gerade gefällt. Was da an “Fachkräften” auf uns zukommt, können wir uns denken! In Wahrheit geht es den Großkonzernen darum, sich am “Standort Deutschland” noch unabhängiger von deutschen Arbeitnehmern zu machen. Denn die Deutschen fordern immer noch zu viel, sind anspruchsvoll, lassen sich noch nicht alles gefallen und sind einfach zu unbequem. Asiaten oder Osteuropäer zum Beispiel sind als “Humankapital” der Zukunft viel pflegeleichter auszubeuten.

Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, daß es immer weniger deutsche Fachkräfte gibt. Aber wer hat diesen Zustand verschuldet? Das waren doch genau diejenigen, die jetzt noch mehr fremde Arbeitsnomaden nach Deutschland holen wollen. Die Politik hat das Bildungsniveau in deutschen Schulen über Jahrzehnte immer weiter gesenkt. Wenn es nach dem Willen führender Politiker und Parteien geht, gibt es qualifizierte Schulabschlüsse und Studiengänge bald nur noch für Kinder besserverdienender Eltern, während die Masse deutscher Kinder von der ersten bis zur letzten Klasse mit einem Einheitsbrei verdummt wird. Daß diese Volksverdummung mit Migrationshintergrund künftig noch weniger ausreichen wird, um einen qualifizierten Ausbildungsberuf zu erlernen, liegt auf der Hand.

Aber Politik und Wirtschaft ist ja auch gar nicht mehr daran gelegen, daß es auch in Zukunft noch ein breites Spektrum an qualifizierten deutschen Fachkräften gibt. Sie setzen voll und ganz auf die Massenzuwanderung billiger, minderqualifizierter Lohnsklaven. Sie lassen ihre eigene Jugend verkümmern, verdummen sie sogar nach allen Regeln der Kunst – und beklagen heuchlerisch den “Mangel”, den sie selbst verursachen.

Eine Zahl sucht man im über 80 Seiten starken Märchenbericht der Arbeitsagentur übrigens vergebens: Die Zahl der Deutschen, die trotz Vollzeitbeschäftigung nicht genug Lohn bekommen, um menschenwürdig davon leben zu können. Menschenwürde gibt es in diesem System für Deutsche nicht mehr.
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