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Auch in Leverkusen zerlegt sich „Die Linke“ selbst
04.02.2011 | Autonome Nationalisten Leverkusen/Leichlingen (ANL)
Ende Oktober berichteten wir bereits von der erfolgreichen Selbstzerlegung der Partei „Die Linke“ im Rhein-Erft-Kreis.

Wir freuen uns zu vermelden, dass sich inzwischen auch die Genossen in Leverkusen diesem Beispiel angeschlossen haben. So trat vor kurzem Manuel Lindlar, Stadtratsmitglied, Schriftführer und leitender Linksjugend-Funktionär aus der Partei aus.

Seine Austrittserklärung spricht größtenteils für sich selbst, weshalb wir zuerst einmal ihn selbst auszugsweise zu Wort kommen lassen wollen (der komplette Text lässt sich auf seiner Seite finden):

Liebe Mitglieder der Linkspartei,
liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Leserinnen und Leser,
[...]
Enttäuscht war ich (eigentlich schon immer) über den menschlichen Umgang in dieser Partei. Ich musste mich bisher nie den niederen
Fegefeuern der Eitelkeiten hingeben, noch musste ich für meine Arbeit innerhalb der Linkspartei jemanden diffamieren oder hintergehen. Den Verzicht auf derartige Verhaltensweisen konnte ich allerdings oftmals nicht bei so vielen anderen Mitgliedern dieser Partei entdecken.
[...]
Vielfach kam ich mir zum Ende hin einfach nur noch so vor, als wäre ich in einer Selbsthilfegruppe für gescheiterte, sozialdemokratische Existenzen und andere Soziopathen.
[...]
Praktisch kann man die Partei innerhalb des Landesverbandes NRW in zwei große Lager und ein Minderheitenlager zusammenfassen.

Erstens sind dort die Menschen, die oftmals aus den kleinbürgerlichsten Motivationen politisch aktiv geworden sind. Sowie die, die durch ihre oftmals jahrelangen Tätigkeiten auf den „höheren“ Sphären der Politik von der Macht schon derart korrumpiert sind, dass „links“, im klassischen Sinne, nur noch ein Lippenbekenntnis ist.

Hierzu gehören zusätzlich diejenigen, die sich für links halten, aber eigentlich nichts weiter als kleinbürgerliche Liberale sind. Diejenigen, die Politik als gesellschaftliches Spielfeld sehen, um in die eigene Tasche zu wirtschaften und nebenher noch ein wenig das „ach-so-böse-System“ zu reformieren. Somit kann man sich auch praktischer Weise noch vormachen etwas „Gutes“ zu tun.

Zum Schluss zählen zu dieser Gruppe noch die Schlimmsten von allen, die „Ackermänner der Linkspartei“. Menschen, die eiskalt berechnen was sie sagen und tun, nur um nach vorne zu kommen. Persönlich schätze ich diese Menschen oftmals so ein, dass sie für ihr persönliches Glück sogar über Leichen gehen würden.

Die zweite Großgruppe stellen die Menschen dar, die aus rein emotionalen Motivationen in die Partei gekommen sind. Innerhalb der Partei teilen sie sich dann in ihre Hauptopfergruppen auf, die Migranten, die Homosexuellen/Transgender, die Frauen und alle anderen von individuellen, gesellschaftlichen Einschränkungen und Barrieren des Kapitalismus Geplagten.
[...]
Währenddessen stürzen sich die Menschen, die ich in der ersten Gruppe beschrieben habe, wie Aasgeier auf die einflussreichen Positionen der Partei.
[...]
Die dritte Gruppe: Zum guten Ende gibt es dort noch eine Gruppe innerhalb der Linkspartei, in der ich großartige Anhängerinnen und Anhänger der sozialistischen Idee sehe.
[...]
Als Weiteres großes Problem aller drei Gruppen sehe ich ebenfalls das oftmals fehlende Hintergrundwissen über linke Politik und ihrer revolutionären Tradition. Der Sozialismus als gesellschaftliches Etappenziel, hin zu einer antikapitalistischen, einer kommunistischen Gesellschaft, ist eine Gesellschaftsidee mit Tradition. Aber welches Linksparteimitglied ist sich darüber schon im Klaren? Wer lebt innerhalb oder außerhalb dieser Partei schon die linke Idee oder ist sich ihrer Traditionen bewusst? Es bleiben eben doch nur Lippenbekenntnisse. So sitzen in der Aasgeierfraktion dieser Partei ja auch hauptsächlich Kinder aus besserem Hause oder Kinder aus besserem Hause, die während der 70er Jahre mal Revolution gespielt haben. Die Führungspersonen dieser Partei repräsentieren somit leider ins keinster Weise die Gesellschaftsschichten, für die, die sozialistische Idee mit aller Kraft Eintritt.
[...]
Ein Jugendverband, der sich selbst als große soziale Bewegung feiert, weil er u.a. mal nach Dresden mobilisiert, auf einer Friedenslok mitfährt oder mit 10 Menschen, nach einem landesweiten Aufruf , auf einer Demo erscheint ist unglaubwürdig.
[...]
Zu guter letzt sollte ein Jugendverband auch möglichst in die breite der Jugend gehen, was macht aber den größten Teil der Mitglieder aus? Kleinbürgerliche Intelligente bestehend aus Studenten und ein paar anderen Menschen, welche in keinster Weise die Jugend dieses Landes repräsentieren.
[...]
Kündigte man damals noch großspurig die Systemfrage an, so backt man heute doch wesentlich kleinere Brötchen im BRD Realismus. Die Linkspartei hat für mich persönlich somit den Anspruch auf eine grundlegende Systemalternative, als eine reale historische Chance der Systemüberwindung, verloren.
[...]
Mein derzeit größter Wunsch sind übrigens Neuwahlen in NRW, vielleicht verpennt Mann/Frau ja mal alternativ den Wahlkampf, anstatt das richtige Abstimmverhalten im Landtag. So könnte man der Bevölkerung von NRW einen weiteren Haufen des Unvermögens ersparen. Oder die Delegierten für den kommenden Parteitag wählen einfach mal Menschen, die aus Überzeugung handeln und auch entsprechende Fähigkeiten besitzen, um im Landtag zu sitzen. Oder man entscheidet sich (wieder) für eine Chaostruppe, die sich auf Kuschelkurs mit den Altparteien begibt, mit der Aussicht einen Ministerposten zu besetzen.


Diese Worte sprechen größtenteils für sich, weshalb wir nur einige Kleinigkeiten anmerken wollen:

Erstens verkennt Manuel Lindlar, dass innerhalb der Partei „Die Linke“ keinerlei Interesse an Hintergrund- und Geschichtswissen besteht. Wäre das Wissen bei den Wählern und Mitgliedern der Partei nämlich wesentlich verbreiteter, würde sie wohl nirgends über die fünf Prozent Marke kommen.
Schließlich würde den Menschen dann auffallen, dass „Die Linke“ trotz einiger Umbenennungen direkt aus der SED hervorgegangen ist. Und diese SED wurde schließlich nicht von irgendwelchen Fremdmächten, sondern von der eigenen Bevölkerung entmachtet und hinweggefegt. Nur damit sie heute wieder von vielen unbedarften Menschen gewählt wird, nur weil sie sich umbenannt hat.
Außerdem würde vielleicht den 59% der Linken-Wähler, die den Aussagen von Sarrazin zustimmen, dann auffallen, dass sich diese beiden Positionen eigentlich nicht miteinander vereinbaren lassen.

Zweitens sollte Lindlar nicht mit Steinen schmeißen, wo er doch selbst so offensichtlich im Glashaus sitzt. Denn wenn er sich ernsthaft mit der Geschichte des internationalen Sozialismus, des Kommunismus und der DDR beschäftigt hätte dann wäre ihm aufgefallen, dass eine sich selbst bereichernde, im Überfluss lebende Funktionärsriege, die das Volk unterdrückt, terrorisiert und ermordet keine Entartungen des Kommunismus darstellt, sondern immer mit der realen Verwirklichung desselben einhergeht. Mehr als 100 Millionen Tote durch den Kommunismus, der Großteil davon innerhalb der geknechteten Völker innerhalb der kommunistischen Staaten, sind ein mehr als deutlicher Beleg dafür.
Ebenfalls wäre ihm aufgefallen, dass innerhalb der Partei „Die Linke“ erst recht kein anderes Verhalten zu erwarten ist, da schließlich immer noch der Großteil der Mitglieder dieser Partei früher bereits der SED angehörte und somit einmal bereits zu eben jener Funktionärsriege gehörte. Dass sie das Volk momentan noch nicht wieder unterdrücken, terrorisieren und ermorden können liegt lediglich daran, dass sie noch nicht in der entsprechenden Machtposition sind. Innerhalb der Partei üben sie das Unterdrücken schon.

Dennoch freuen wir uns über jeden der sich von dieser Partei löst. Wenn dies nicht durch eine intellektuelle Leistung erfolgen kann, dann eben auf diese Art und Weise.
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