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Der Raubmord an Libyen – Die Rückkehr des Imperialismus in Reinkultur
10.09.2011 | Freies Netz Köln
Was sich augenblicklich in Libyen abspielt, hat nichts mit der Befreiung eines unterdrückten Volkes aus den Klauen eines mörderischen Despoten zu tun, so wie es uns die gleichgeschalteten und amerikahörigen Massenmedien glauben machen wollen. Wer nicht die Augen vor dem Offensichtlichen verschliessen will, muss erkennen, dass in Libyen in Wahrheit ein Krieg gegen die Freiheitsbestrebungen eines souveränen Volkes geführt wird.

Dessen Führer, Oberst Gaddafi, hat sich nichts anderes zu schulden kommen lassen als das fortgesetzte Bestreben seinem Lande die Unabhängigkeit zu bewahren, die Rohstoffe der Nation selbständig und allein zum Wohle des eigenen Volkes zu vermarkten und den Staat frei von Bevormundung und Einmischung der Weltpolizei Amerika zu führen.

Gaddafi hat weder einen Bürgerkrieg angezettelt, noch das Feuer auf friedliche Demonstranten eröffnet oder Bomben auf die Zivilbevölkerung werfen lassen – ganz im Gegensatz zur NATO! Auch andere Länder wurden nicht von Gaddafi bedroht oder gar in einem kriegerischen Akt angegriffen. Die einzigen Aggressoren, die unverblümt zum Krieg hetzen sind Amerika und seine Verbündeten.

Im demokratischen Sprachgebrauch hört sich das natürlich etwas anders an: Eine „Staatengemeinschaft“ erteilt einem transatlantischen „Verteidigungsbündnis“ den Auftrag, ihren Beschluß „zum Schutze friedlicher Demonstranten“ umzusetzen, und einen „Despoten, Diktatoren und Kriegsverbrecher“ auszuschalten. Wenn man allerdings das klare Wort liebt und nicht jener demokratischen Kaste von Trittbrettfahrern des Systems angehört, für die jeder parlamentarische Beschluß gleichbedeutend ist mit dem Inbegriff von Wahrheit und Weisheit, dann kann man diese Vorgänge auch anders übersetzen.

Tatsächlich ist es doch so, daß sich eine international operierende Gaunerbande dazu entschlossen hat, ein friedliches Land mit einem verantwortungsbewußten Staatsmann als Oberhaupt und einem gerechten Sozialsystem, welches selbst für die meisten Aggressorstaaten in diesem Angriffskrieg vorbildlich ist, zu überfallen um die Bodenschätze und Errungenschaften des Landes zu rauben!

Dabei geht dieses Verbrechersyndikat, das aus Staatenbünden, Konzernen und Interessengruppen besteht, mit absoluter Skrupellosigkeit vor, eine Skrupellosigkeit, die in feinster propagandistischer Verdrehung fälschlicherweise dem Staatsoberhaupt, dem Revolutionsführer Oberst Muhammar Gaddafi, vorgeworfen wird. Es werden dabei Methoden angewandt, wie sie aus längst überwunden geglaubten Zeiten des Kolonialismus, treffender noch des Imperialismus bekannt sind.

So absurd wie simpel ist die Taktik zur Eroberung eines selbstständigen Landes wie Libyen: Es wird, angeführt von eingeschleusten oder gekauften „Intellektuellen“ eine „Bürgerbewegung“ initiiert, die dann , winzig klein, mit Schildern und Forderungen auf die Straßen geht. Forderungen, die meist absolut absurd sind wie z.B. die Abdankung des Staatsoberhauptes oder die Übergabe der vollziehenden Staatsgewalt an die durch nichts legitimierte Opposition. Gleichzeitig überfallen und ermorden eingeschleuste Terroristen staatliche Sicherheitskräfte, um eine gewaltsame Reaktion des Staates zu provozieren. Folgt eine solche dann, empört sich sogleich die UN und protestiert bei der Regierung des Staates, die Gewalt gegen „friedliche Demonstranten“ sofort einzustellen – oder die Konsequenzen zu tragen. Das ist das Signal für die fremdgesteuerte Protestbewegung. Die Eskalation der Gewalt wird planmäßig voran getrieben und schließlich verabschiedet die UN eine Legitimation an Aggressorstaaten, dieses Land, das nur seine Souveränität verteidigen will und für Ruhe und Ordnung auf seinen Straßen sorgt, zu bombardieren und zu besetzen.

Was wir hier über unsere gleichgeschalteten Medien über diese Vorgänge erfahren hat mit der Wirklichkeit nicht viel gemein. Es wird manipuliert, gefälscht und gelogen wo es nur möglich ist. Die NATO, und die hinter ihr stehenden Mächte, haben handfeste wirtschaftliche und machtpolitische Interessen in der Region und verzichten nicht auf eine wirkungsvolle Gräuelpropaganda, um das eigene Handeln vor der Weltöffentlichkeit zu legitimieren. Es ist halt Krieg!

So gibt es in Libyen gar keine wirklichen Rebellen. Es sind Angehörige von Spezialkräften von NATO- Staaten wir Frankreich und Großbritanien, die auf libyschem Boden Terror und Kriegsverbrechen verüben. Ziel ist es nicht, das Herz des libyschen Volks zu gewinnen, das überwiegend für die Regierung und die alte Ordnung schlägt, sondern die Bevölkerung mit Hilfe von Bombenangriffen auf zivile Einrichtungen einzuschüchtern, damit jeder Widerstand gegen die Besetzung des Landes aufgegeben wird. Auch ist Al-Kaida, die Terrororganisation, die von der CIA koordiniert wird, als Kanonenfutter dabei, sowie Söldner aus moslemischen Staaten wie Afghanistan.

Momentan sieht es nicht so aus, als ob Oberst Gaddafi klein beigeben wird uns sich aus seinem Land verjagen läßt. Auch wenn es schon Konferenzen über die „Zukunft Libyens“ gibt, auf denen der Kuchen unter den Aggressoren aufgeteilt wird, ist der Krieg noch lange nicht vorbei. Immer mehr Banken in den Aggressorstaaten geben derweil die Konten der rechtmäßigen libyschen Führung frei und machen sich damit zu Komplizen beim Raubmord an Libyen. Und ein sogenannter „Nationaler Übergangsrat“ der „Rebellen“, mit größtenteils dem Libyern unbekannten Personen, gibt der fremden Einmischung in die Angelegenheiten eines souveränen Staates sein Einverständnis. So wie die Parlamente in den Aggressorstaaten größtenteils auch nur aus gekauften Personen bestehen, die dem Volke eine Mitbestimmung vorgaukeln, die es tatsächlich gar nicht gibt, wird Libyen jetzt also Stück für Stück “demokratisiert”.

Das libysche Volk aber ist nicht gebrochen. Es kämpft weiter und wird den Besatzern, die bisher praktisch fast nur den Luftraum über Libyen kontrollieren, noch viele Probleme bereiten. Ohne ausgedehnte und erweiterte Massenmorde, vor denen die „westliche Wertegemeinschaft“, wie immer im Namen von “Freiheit” und “Menschenrechten”, garantiert nicht zurückschreckt, wird Libyen wohl nicht zu befrieden sein.

Von der einst mächtigen Friedensbewegung in Deutschland, die in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit Hunderttausenden gegen NATO- Entscheidungen auf die Straße ging, hört man in diesen Zeiten nichts. Daran erkennt man deutlich, daß eine ideologische Sperre den Friedensaktivisten im Wege steht. Denn die Aggressoren und Kriegstreiber sind allesamt sog. Demokratische Staaten, während das Opfer ein autoritärer, aber friedliebender Staat ist.

Einzig national gesinnte Sozialisten in aller Herren Länder ziehen glaubhaft gegen diesen Raubmord an souveränen Staaten zu Felde, zuletzt am vergangenen Wochenende auf dem siebten nationalen Antikriegstag in Dortmund. Aus dem Geist eines wahren, national begründeten Antiimperialismus heraus kann und muß einmal die Heuchelei und das Übel der sogenannten „Neuen Weltordnung“überwunden werden, wenn nicht alle freien Völker das Schicksal Libyens erleiden und jener “Ordnung”, die eine erweiterte und ausgedehnte, auf Lüge, Mord und Betrug basierende alte Nachkriegsordnung des Zweiten Weltkriegs darstellt, unterworfen werden sollen.

Deshalb: Nieder mit Imperialismus und kapitalistischen Aggressionskriegen! Hände weg von Libyen! Es lebe Oberst Gaddafi!
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