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Detaillierter Aktionsbericht: Straßenschlacht in Hamburg
02.05.2008 | Aktionsgruppe Rheinland (AG-R)
In Hamburg kam es zu schweren Ausschreitungen und das Bild der Hansestadt glich bürgerkriegsähnlichen Szenarien.

Aufgrund des Aufrufes freier und parteigebundener Nationalisten mit dem Demothema „Arbeit und soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen! – Gemeinsam gegen Globalisierung!“, machten wir uns am 1. Mai auf den Weg nach Hamburg. Vorher war schon klar, dass das keine ganz normale Demonstration werden würde. Schließlich kann man davon sprechen, dass in der Hansestadt und in deren Umgebung die stärkste Antifa-Szene in Deutschland ansässig ist.

Die Anreise gestaltete sich ruhig und man traf in einer Kolonne, welche 9 Busse zählte, in Hamburg ein. Daraufhin machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Treffpunkt. Gleichzeitig versicherte uns die Polizei, dass die Busse an einen sicheren Ort abgestellt werden. Dieses Versprechen erwies sich dann kurze Zeit später als eine übliche Polizei-Phrase, da ca. 30 Linksautonome ungehindert die Busse mit Steinen und Flaschen angriffen. Nachdem es am Treffpunkt schon zu Ausschreitungen kam zwischen Autonomen Nationalisten und den Polizisten, erreichte uns die Nachricht von den beschädigten Bussen. Mit der Wut über die andauerten Repressionen von Seiten der Polizisten, die sich mal wieder nicht in der Lage fühlten einige linke Chaoten von der Demo-Strecke zu entfernen und mit dem Hass über die Vorfälle auf dem Busparkplatz, stürzen ca. 100 autonome Nationalisten den rechtsstehenden Bauzaun um und brachen aus der Polizeikette aus. Man munkelt, dass der Betreiber der linken Weltnetzseite „Recherche-Nord“, welcher sich hinter dem Bauzaun aufhielt, dabei unglücklich seine Kamera verlor sowie irgendwie ausrutsche und ziemlich hart auf den Boden fiel. Unser Mitleid hält sich in Grenzen. Wer gegen eine Bewegung jede Woche hetzt und von diesen Fotos veröffentlicht, muss halt auch mal damit rechnen, einen gewissen Widerstand zu spüren.

Die ausgebrochenen Nationalisten machten sich dann aber weiter auf den Weg in Richtung Waldgebiet. Dort wurde dann auch eine Antifa- und Ausländer-Gruppe entdeckt, mit welcher sich die Nationalisten Ausschreitungen lieferten und es zu handfesten Auseinandersetzungen kam. Nachdem die Polizei unsere Aktivsten und die Linksfaschisten wieder getrennt hatte, schloss man sich einfach wieder dem Demozug, der sich immer noch am Treffpunkt aufhielt, an. Anscheinend durch den Widerstand der entschlossenen Nationalisten, welche den Polizisten zeigten, dass sie sich, wie vielleicht noch vor ein paar Jahre, nicht alles gefallen lassen, räumte die Polizei blitzschnell die Route und die mehr als 1000 Nationalisten marschierten los.

„Nationaler Sozialismus – Jetzt!“, skandierte der lange Demoblock und zog so lautstark durch Hamburg. Immer wieder tauchten am Straßenrand vermummte Geistiggestörte auf, welche die üblichen Parolen brüllten bzw. die übliche und dumme Parole „Nazis raus“ skandierten.

Außerdem versuchten „Anti“-Faschisten nationale Demonstranten mit Farbbomben zu beschmeißen, was allerdings an der Wurfkraft der Chaoten scheiterte. Uns erreichte auch mittlerweile die Nachricht, dass sich mehrere hundert Linke untereinander die Köpfe einschlugen, da Antideutsche wieder eine Israel-Fahne hissten und die Anti-Imperialisten dies gewaltsam verhindern wollten.

Der Demozug marschierte weiter durch stark bewohnte Siedlungen und kam schließlich am Ort an, an dem die Schlusskundgebung stattfinden sollte. Dies wollte die Polizei aber verhindern und schickte die Nationalisten auf den Bahnhofvorplatz, um uns in den Bahnhof zu drängen. Dies gelang aber nicht und so ergriff Jürgen Rieger das Mikrophone und stimmte die deutsche Nationalhymne an. Ohne ersichtlichen Grund griffen daraufhin Polizeibeamte Jürgen Rieger an und versuchten ihm das Mikrophone aus der Hand zu reißen. Diese willkürliche Aktion ließ die Stimmung hoch kochen und die Polizeibeamten wurden daran gehindert Jürgen Rieger festzunehmen. Dabei flogen Leuchtraketen und andere Gegenstände auf die Polizei-Beamten. Im Hintergrund flüchtete gleichzeitig linke Autonome, da sie sich hinter der Polizeikette anscheinend doch nicht mehr so sicher fühlten.

Nun traten die meisten Aktivisten den Weg zum Hauptbahnhof an, der - wie einige Aktivsten schon vorher geahnt hatten - noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, da hier der Kampf um die Straße erst richtig begann.

Nachdem ca. 500 Nationalisten an einem S-Bahnhof umstiegen, trafen sie auf eine große Gruppe autonomer „Anti“-Faschisten, welche von der Entschlossenheit der nationalen Kräfte wohl so überrascht war, dass sie kurzerhand ihre Steine auf den Boden fallen ließen und das Weite suchten. Augenscheinlich gelang dies wohl nicht allen.

Als man nun in die Bahn einstieg, wusste noch niemand, dass diese Fahrt nur eine Station dauern wird. Denn am nächsten Bahnhof griffen Vermummte die Bahn mit Steinen an, sodass einige Fensterscheiben zu Bruch gingen. Unbeeindruckt stürmten daraufhin nationale Widerstandkämpfer aus der Bahn und die Linken taten mal wieder das, was sie am besten können: Laufen!

Nach dem Eintreffen der Polizei wurde uns eine neue Bahn zur Verfügung gestellt und die Reise setze sich zum Hauptbahnhof fort. Dort stieg man nun letztendlich, nach kurzen verbalen Auseinandersetzungen mit „Anti“-Faschisten, in den Zug.

Am Umsteigebahnhof Bremen kam es am Ende noch zu handfesten Auseinandersetzungen, da Polizeibeamte versuchten einige Kameraden festzunehmen. Dies wurde aber verhindert und ein Kamerad wurde vor Abfahrt noch freigelassen, nachdem man gedroht hatte, die ganze Nacht in Bremen zu verweilen.

In Dortmund angekommen, durfte man zum Schluss noch mal ein gewohntes Bild aus Hamburg betrachten – laufende Antifas.

Zum Schluss sei gesagt, dass die Antifa durch hinterhältige Aktionen, wie das entglasen vieler Reisebusse und privat Autos, für materiellen Schaden sorgte, doch bei direkter Konfrontation, wie man es selten erlebt, da meisten die Polizei direkt vor Ort ist, sehr alt aussah. Außerdem konnte die nationale Opposition durch Hamburg marschieren und somit konnte die Antifa den „Nazi-Aufmarsch“, wie angekündigt, auch nicht verhindern.

Kritikern möchten wir noch auf den Weg geben, dass sie mal das Säulenprogramm ihrer Partei besser studieren sollten. Denn nach unserer Meinung steht da auch so was wie ein „Kampf um die Straße“. Und genau dieser wurde im linken Hamburg angenommen und bestritten. Wir sehen es auch nicht ein, uns von linken Autonomen verprügeln zu lassen, nur damit die Presse keine Gewalt-Szenen im Fernsehen ausstrahlen kann, da ohnehin die Presse eh kritisch über uns berichtet, egal was wirklich vorgefallen ist.

Deshalb: Jeden nationalen Aufmarsch durchsetzen und den Selbstschutz organisieren!
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