Die “Experten” vom Versagerbündnis und die wahren Hintergründe unseres Trauermarsches
10.07.2011 | Trauermarsch Bad Nenndorf 2011
Ungewöhnlich lange war es still um das Versagerbündnis „Bad Nenndorf ist bunt“. Aber was lange währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund und so scheint sich das Versagerbündnis auch in diesem Jahr für keine Peinlichkeit zu schade.
Im Rahmen des Internationalen Kulturfestes wurde die – auch von uns – mit „Spannung erwartete Dokumentation“ zu den Geschehnissen im Wincklerbad mit den Forschungsergebnissen der vom Bündnis hofierten Autoren Utz Anhalt und Steffen Holz präsentiert.
Wir erinnern uns zurück, die Veröffentlichung dieser Forschungsergebnisse wurde bereits im letzten Jahr angekündigt und danach zwar immer mal wieder erwähnt, aber immer wieder verschoben und die Ergebnisse vor der Öffentlichkeit bis dahin offensichtlich geheimgehalten.
Nach der Präsentation auf dem Internationalen Kulturfest, wundert uns diese Geheimniskrämerei gar nicht mehr. Die zusammengetragenen Ergebnisse der Autoren geben uns nämlich im vollen Umfang recht! Wer daraus ableitet, dass das Versagerbündnis deswegen eine Selbstauflösung beschlossen hätte, der irrt sich allerdings.
Weil das Unrecht zwar nicht zu leugnen und die Abläufe im Wincklerbad durch die Akten im britischen Nationalarchiv bestätigt werden, mussten auch die Experten vom Versagerbündnis einräumen, dass unsere in die Öffentlichkeit getragene Sicht der Wahrheit entspricht.
Im Wincklerbad in Bad Nenndorf sind Häftlinge von Besatzern misshandelt, gefoltert und ermordet worden!
Da Selbstauflösung aber keine Option gewesen zu sein scheint und Einsicht in eigene Fehler von den Betonköpfe ohnehin nicht zu erwarten gewesen ist, hat man sich mal wieder einen ganz besonderen Schachzug ausgedacht. Man behauptet einfach frech, dass die „Hauptopfer“ keine Nationalsozialisten gewesen wären, sondern vermeintliche Kommunisten oder Spione waren.
Schon das Wort „Hauptopfer“ verrät den Versuch Misshandlungen durch die Hintertür klein zu reden und will eine Unterscheidung der Häftlingen durch die Besatzer nahelegen. Böswillige Beobachter könnten in Anbetracht dieser These so weit gehen, dass in dieser Argumentation im Kern das alte Muster vom immer und überall verfolgten Kommunisten zu finden wäre. Eine These, die natürlich besonders gern von Kommunisten selbst am Leben gehalten wird, aber in diesen Kontext wollen wir die Autoren jetzt gar nicht explizit stellen. Solche Parallelen zum typischen Kommunistengeschrei laden zwar zum Schmunzeln ein, führen aber vom eigentlichen Kern weg. Denn Utz Anhalt und Steffen Holz verdrehen die Fakten aus anderen, für das Versagerbündnis viel wichtigeren, Gründen.
Sie verschweigen bewusst, dass wir nie einen Unterschied zwischen inhaftierten Kommunisten und inhaftierten Nationalsozialisten gemacht haben. Wir betonten stets auch selbst, dass es sich bei den Häftlingen im Wincklerbad nicht durch die Bank um lupenreine Nationalsozialisten gehandelt hat, dass auch Kommunisten und vermeintliche Spione dort inhaftiert waren und damit auch Opfer der Besatzer geworden sind.
Würden die Autoren das allerdings einräumen wäre, wohl gar kein Raum für die wohl als großen Befreiungsschlag verstandene Schlussfolgerung geblieben. Steffen Holz fasste nämlich den Sinn unserer Trauermärsche wie folgt zusammen:
“Die Trauermärsche der Nazis in Bad Nenndorf sind Heldengedenktage für verstorbene NS-Verbrecher, die hier zeitweilig eingesperrt waren.”
Natürlich war diese Aussage nur das ein Stichwort, um dem Versagerbündnis “Bad Nenndorf ist bunt” eine Vorlage für die seit Jahr und Tag gebetsmühlenartig wiederholten Verbotsforderungen zu geben. Das Versagerbündnis fühlt sich natürlich durch diese These dazu berufen die Bad Nenndorfer Trauermärschen als die direkte Verlängerung der 2005 verbotenen Rudolf-Hess-Gedenkmärsche in Wunsiedel verkaufen zu können. Die damit verbundene Forderung ist natürlich ein entsprechendes Verbot.
Viel Geschrei um ein magere Ausbeute des Versagerbündnis und insgesamt ein Versuch, der lediglich beweist, wie wenig das Versagerbündnis, selbst mit der Unterstützung dazu geholter Autoren, inhaltlich der Kernaussage unseres Trauermarsches entgegenzusetzen hat.
Ob es diesen Leuten gefällt oder nicht, das Wincklerbad in Bad Nenndorf ist ein Symbol für die Lüge vom „freundlichen alliierten Befreier“! Folterknäste wie das Wincklerbad gab es verteilt über das ganze Reichsgebiet, in jeder Besatzungszone und von jeder Besatzungsmacht! Bad Nenndorf sticht heraus, weil es das im Wincklerbad begangene Unrecht bis in das öffentliche Bewusstsein geschafft hat. Deswegen tragen wir unsere Trauer und unsere Wut in jedem Jahr in Bad Nenndorf auf die Straße!
Wir trauern dabei um die Freiheit und Souveränität unseres Volkes und kämpfen gegen die Lügen der Geschichtsschreibung. Zur Freiheit und Souveränität eines Volkes gehört es Lügner beim Namen zu nennen, Unrecht anzuklagen und unsere eigene Geschichte mit offenen Augen betrachten zu können! Nur auf diesem Fundament werden deutsche Männer und Frauen eines Tages wieder in der Lage sein eine Zukunft als Volk zu gestalten, die Geschicke wieder in die eigenen Hände zu nehmen und die Freiheit im Notfall auch zu verteidigen!
Deswegen kommen wir auch in diesem Jahr nach Bad Nenndorf!
Denn liebes Versagerbündnis, dort wo wir aufmarschieren zerbricht die Lüge, die Ihr zu verteidigen versucht!