Anlässlich des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan verteilten Aktivisten der Aktionsgruppe Rheinland am späten Mittwochabend ca. 1000 Flugblätter in Leverkusen-Mitte und Opladen.
Das Flugblatt, welches im Bericht "Neues Material" vom 03.04.2010 bereits zum ausdrucken auf unserer Seite bereitgestellt wurde, beinhaltet folgenden Text:
"Deutsche Soldaten raus aus Afghanistan!
Während „unsere“ Politiker sich damit beschäftigen den Krieg in Afghanistan bloß nicht als Krieg zu bezeichnen, da die Bundeswehr dann nicht eingesetzt werden dürfte, sterben inzwischen in erschreckender Regelmäßigkeit deutsche Soldaten!
Obwohl „unsere“ Regierung eigentlich die Aufgabe hat den deutschen Interessen zu dienen, lassen sie sich auch hier wieder nur als willige Marionetten der amerikanischen Regierung benutzen. Während die USA Kriege führt, um ihre Vormachtsstellung in der Welt zu verteidigen, sich Rohstoffe zu sichern und ungeliebte Regierungen zu beseitigen, werden die Deutschen wieder einmal nur als Geld- und Truppenlieferanten ausgenutzt.
Dem Volk soll das ganze dann als „Friedensmission“ verkauft werden, als Unterstützung beim „Aufbau“ und der „Demokratisierung“ des Landes. Doch in Wirklichkeit unterstützt „unsere“ Regierung lediglich die USA dabei inzwischen nicht mehr hilfreiche Regierungen auszutauschen gegen gehorsame Marionetten, unter dem Mantel der Demokratisierung von Ländern, die davor angeblich unterdrückt wurden.
Man sollte bedenken, dass die Taliban in Afghanistan damals überhaupt erst durch die USA an die Macht gebracht wurden. Erst, als sie den USA ungenehme Forderungen stellten waren sie plötzlich eine Bedrohung, die beseitigt werden musste. Seit der „Befreiung“ der Bevölkerung von den Taliban regieren in Afghanistan hauptsächlich verschiedenste Warlords, deren Machtanspruch sich nur daraus ableitet, dass eine große Menge Söldner ihnen untersteht. Diese Söldner werden wiederum durch den massiven Anbau von Mohn finanziert, also durch Drogenhandel, der unter den Taliban verboten war und hart bekämpft wurde.
Die Zentralregierung Afghanistans hat keinerlei Kontrolle über das Land und ist nebenbei auch noch selbst ständig unter Korruptionsverdacht. Zusätzlich sterben in Afghanistan bei Bombardements regelmäßig Zivilisten. Wir können uns nicht wirklich vorstellen, dass die Bevölkerung froh über diese „Befreiung“ ist, die ausschließlich amerikanischen Interessen dient!
Deshalb: Schluß mit der Schützenhilfe für amerikanische Imperialisten! Kein deutsches Blut für fremde Interessen!"