Spontandemonstration in der Dortmunder Innenstadt. 200 Gewahrsamnahmen und Polizeigewalt.
04.05.2009 | Nationaler Widerstand Dortmund
Am morgen des 1. Mai 2009 kam es in der Dortmunder Innenstadt zu einer Spontandemonstration von ca. 400 Nationalisten. Ab 9 Uhr morgens sammelten sich am Dortmunder Hauptbahnhof Nationalisten um dann gemeinsam zu einer angemeldeten Demonstration in Siegen (Sauerland) anzureisen. Als die letzten Teilnehmer dazu mit zwei Reisebussen anreisten, entwickelte sich plötzlich eine Spontandemonstration die in Richtung Innenstadt zog.
Die Polizei, die bis zu diesem Vorfall sehr kooperativ war, versuchte nach 50 Metern durch den Einsatz von Schlagstöcken und Tränengas die Spontandemonstration zu verhindern. Die Teilnehmer waren in diesem fall jedoch schneller und setzten die Demonstration über eine Seitenstraße fort. Die ca. 400, meist jugendlichen, Teilnehmer zogen daraufhin über die Kampfstraße auf den Westenhellweg. Von dort aus ging es über den Hansaplatz und die Hansastraße auf den Südwall wo zu dieser Zeit eine Kundgebung des DGB stattfand. Aus den Reihen des DGB wurden dann von meist ausländischen Teilnehmern Flaschen auf die bis dahin friedlichen Nationalisten geworfen. Außerdem kam es an dieser Stelle zu den ersten Übergriffen durch Polizisten. So versuchten die Polizisten gezielt auf die Kniescheiben von Demonstranten zu schlagen, um diese bewegungsunfähig zu machen. Bei diesen Übergriffen wurden mehrere Personen verletzt.
Vom Südwall ging es weiter über den Ostwall, vorbei am Stadthaus und dem Adlerturm. Von dort aus ging es wieder in Richtung Westenhellweg. Hier trennte sich die bis dahin 400 Personen starke Demonstration in mehrere Gruppen zwischen 30 und 150 Personen. Von nun an gibt es verschiedene Versionen der Geschehnisse.
Die etablierten Medien berichten von mehreren Zusammenstössen zwischen Demonstrationsteilnehmern und Polizisten, bei denen mehrere Polizisten verletzt und mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt werden. Passanten haben uns berichtet, dass es zu Zusammenstößen kam, die Verletzten aber lediglich in den Reihen der Demonstrationsteilnehmer zu suchen sind und dass keine Gewalt von den Demonstrationsteilnehmern ausging. Aussagen von den Aktivisten die vor Ort waren, liegen leider noch nicht vor, da sämtliche Mobiltelefone beschlagnahmt wurden und sich von den ca. 200 Ingewahrsamnahmen noch immer ca. 150 Personen in Gewahrsam befinden.
Fest steht: Die Polizei hat übertrieben auf eine Spontandemonstration von meist jungen Nationalisten reagiert. Hätte die Polizei frühzeitig den Dialog gesucht, hätten einige Probleme an diesem Tag verhindert werden können!