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Unvergängliches Leben - Zum 1. Todestag von Otto Riehs
10.06.2009 | Axel W. Reitz
Am Sonnabend, den 29. Mai 2008 hörte ein deutsches Herz für immer auf zu schlagen… Der Kriegsheld, volkstreue Aktivist und Förderer des nationalen Widerstandes, Ritterkreuzträger Otto Riehs, wurde an diesem Tage nach einem wochenlangen Wachkoma als Folge eines Schlaganfalles zur großen Armee abberufen.

Alle, die das Privileg hatten, Otto näher kennengelernt zu haben, konnten sich eines Gefühles trauervoller Wehmut nicht erwehren, als die Nachricht vom Tode dieses zeitlebens trotz seines fortgeschrittenen Alters im Geiste jung gebliebenen Kämpfers bekannt wurde. Aber auch all jene, die Otto Riehs nur flüchtig als Redner, Referenten oder einfachen Teilnehmer an Veranstaltungen der nationalen Opposition kannten, verspürten Trauer in Anbetracht der Tatsache, daß sich die Reihe der alten Streiter, die auch nach 1945 ihrem Eide treu blieben, mit Ottos Ableben weiter zu lichten begann. Persönlichkeit um Persönlichkeit aus der in nationalen Zusammenhängen aktiven Erlebnisgeneration von Reich und Krieg, die es am ehesten verdient hätten, den Tag eines Deutschen Aufbruches in bessere Zeiten noch zu erleben, geht dahin. Es ist, als habe der Tod von den alten Mitkämpfern im vergangenen Jahr einen besonders hohen Tribut gefordert, denn wenige Wochen nach Otto Riehs verstarben auch Friedhelm Busse und der weniger bekannte aber nicht minder tätige Horst Schröder, ehemaliger SS-Standartenjunker im SS IR Thule. Wir haben 2008 zu oft Abschied genommen von alten Freunden und Weggefährten, die unsere Reihen verließen, um zur Armee der ewigen Deutschland-Streiter zurückzutreten, als daß wir die tiefe und erschütternde Tragik, die in einem so schmerzvollen Sterben und Abschiednehmen gerade in dieser verderbten Zeit liegt, übersehen könnten.

Tragisch -und nicht ansatzweise in dem gebührenden Rahmen- gestalteten sich auch die Umstände die dem Ableben von Kamerad Riehs folgten. Seine Angehörigen ließen sich nach Bekanntwerden des Termines für die Trauerfeier und darauffolgenden Protestetankündigungen von entmenschlichten „Antifaschisten“, die selbst vor der Totenruhe keinen Halt machen und von der Polizei dazu verleiten, die Trauerfeierlichkeiten still und heimlich einen Tag vorzuziehen und nur einen kleinen handverlesenen Kreis darüber zu informieren. So kam es dann, daß selbst das Gros von Ottos engsten politischen Kampfgefährten keine Möglichkeit bekam, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Dabei wäre es Otto Riehs, der jederzeit unerschütterlich zur Fahne stand und wo immer es ihm machbar erschien in die Offensive ging, gleich was Staat, Gesellschaft und bürgerliche Bedenkenträger darüber dachten, eine Herzensangelegenheit gewesen, im großen Kreise gerade junger Kameraden in die Ewigkeit verabschiedet zu werden. Ein Zusammenspiel aus Indiskretion, rotem Pöbel, staatlichem Druck und überforderten Angehörigen wußte dies letztlich zu verhindern.

- Die nun folgende Schilderung erfolgt ausdrücklich mit der Zustimmung der Hinterbliebenen, die mich nach Ablauf einer Jahresfrist von meiner ehrenwörtlichen Versicherung des Stillschweigens entbunden haben. -

Umso erstaunter war ich, als mich Wochen nach der arkan vollzogenen Trauerfeier ein Brief der Angehörigen erreichte, in dem ich angefragt wurde, ob ich unter der Vorraussetzung absoluter Verschwiegenheit dazu bereit wäre, an der Beisetzung der sterblichen Überreste von Otto teilzunehmen. Meine Gefühle waren gemischt, einerseits hätte ich gerne dafür Sorge getragen diese Beisetzung nun doch noch so zu vollziehen, wie es auch in Ottos Sinne gewesen wäre, andererseits mußte ich die Wünsche der Hinterbliebenen respektieren und Wort halten, wenn ich Gelegenheit bekommen wollte mich von meinem alten Freund und Kameraden zu verabschieden.

So stimmte ich schweren Herzens schließlich zu und verpflichtete mich zum Stillschweigen über das Vorhaben… In einem weiteren Schreiben wurde mir sodann eröffnet, daß man in Rücksprache mit Polizei und Friedhofsverwaltung aus Sicherheitsgründen den Termin für die Beisetzung auf den 30. Juli verlegt, die Öffentlichkeit aber in dem Glauben belassen hatte alles wäre längst geschehen.

Seinem Willen entsprechend wurde Ottos sterbliche Hülle eingeäschert, seinem Wunsch verstreut zu werden durfte gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in der BRD aber nicht nachgekommen werden, weshalb die Hinterbliebenen ein anonymes Urnengrab für die Bestattung auswählten.

Es mutete und mutet vielen als Schande an, daß Otto keinen Grabstein erhalten hat, aber ich kann versichern, daß er selbst zu keiner Zeit wert darauf legte. Mit Schaudern sprach er oft von der Grabschändung und dem Diebstahl der Urne Michael Kühnens, diese Vorgänge wollte er an seiner letzten Ruhestätte nicht wiederholt wissen, weshalb die anonyme Beisetzung sicherlich keine schöne aber für den Augenblick eine zweckdienliche Lösung gewesen ist. In einem neuen, einem besseren Deutschland wird der National-Held Otto Riehs den ihm zustehenden Gedenkstein erhalten, den bis dahin alle anständigen Deutschen in ihrem Herzen tragen werden…

Der Tag der Beisetzung selbst verlief erwartungsgemäß zwar nicht in der wünschenswerten Größenordnung dafür aber würdig und ehrenvoll. In derselben Trauerhalle in der Wochen zuvor die klein gehaltene Trauerfeier stattgefunden hatte wurde die Urne mit Ottos Asche aufgestellt. Zwei seiner Angehörigen, ein alter Kriegskamerad, zwei mich begleitende Kameraden und meine Wenigkeit nutzten die Gelegenheit die mit einem Eichenlaub und dem schwarz-weiß-roten Band, an dem Otto sein Ritterkreuz zu tragen pflegte, geschmückte Urne zu betrachten und still dem toten Helden zu gedenken.

In Begleitung eines Mitarbeiters der Friedhofverwaltung sowie einem guten Dutzend Angehörigen diverser staatlicher Dienste wurde dann Ottos Urne zu seiner Grabstelle verbracht. Als enger Freund des Verstorbenen wurde ich gebeten die Urne zu tragen und am Bestattungsort eine kurze Ansprache zu halten.

Die von mir gewählten Worte habe ich heute noch in guter Erinnerung, denn sie waren und sind Verpflichtung. Mit ihnen möchte ich dann heute auch schließen, im Gedenken an meinen Freund, unseren Kameraden, das leuchtende Vorbild einer neuen Zeit:

„Wir sind an Deinem Grab versammelt, lieber Otto, um von Dir Abschied zu nehmehn. Leb Wohl! Wenn wir auch heute die Asche Deiner körperlichen Hülle in den Schoß der mütterlichen Erde zurückbetten, - Deine Persönlichkeit, die Lauterkeit Deines Herzens, die kämpferische Gesinnung Deines großen Lebens, das, was Du uns gewesen bist, das wirst Du uns auch immer bleiben. Unser Ziel, soweit das Schicksal uns Leben und Gesundheit schenken wird, soll es sein, das zu vollenden, wofür auch Du als politischer Soldat Dein Leben lang gefochten und gekämpft hast: Ein Deutschland in Ehre und Freiheit!“

„Sie gehen durch das Land und sind nicht tot.
Sie sind uns Mahnung und sie sind uns Pflicht,
Wir Lebenden sind großer Helden Erben.
Wo ihr Gedenken hell als Flamme loht,
Führt unser Weg durch Nacht und Leid zum Licht.
So sind sie Deutschland. Deutschland wird nie sterben!

Kurt Langner

Köln, den 29.05.2009

Axel W. Reitz
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