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Was sind Werte noch wert?
14.12.2009 | Spreelichter
Werte bilden die Basis, auf die eine Gemeinschaft ihr funktionierendes Zusammenleben stützt. Sie sind fundamentaler Bestandteil einer Kultur und sind aus dem Wesen des Trägers dieser Kultur – aus dem Wesen eines Volkes – heraus entstanden. Werte bilden die Ideale, aus ihnen entspringt das Verhaltensmuster einer Gemeinschaft und sie dienen der Zielfindung jedes seiner Mitglieder. Einteilungen in gut und böse, richtig und falsch, erstrebens- und verachtenswert lassen sich einzig auf Grundlage eines vorhandenen Wertesystems vollziehen – es versetzt somit jeden Menschen erst in die Lage, die Umwelt, die ihn umgibt, zu bewerten.

Um ein Volk nachhaltig zu zersetzen, muss man es seiner Kultur und somit der Besinnung auf die ihm innewohnenden Werte berauben. Genau dieser Zersetzungsprozess ist es, den 60 Jahre Dekadenz im Sinne der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ mit sich gebracht haben. Denn unter der herrschenden Ordnung bedeutet Freiheit vorrangig die Möglichkeit des unbegrenzten Konsums.

Das demokratische System ist an ein stetiges Kapitalwachstum gebunden. Es kann nur bestehen, wenn es das Volk zu einer Masse von seelenlosen Verbrauchern verkommen und somit zu Trägern dieses Wachstums werden lässt. Aus einem Volk wird somit eine Masse voller Individuen, eine Masse ohne jegliche Bindung zueinander, welche das eigene Ich in das Zentrum des Denkens setzt, für die das alleinige Glück alles, die Gemeinschaft jedoch nichts ist. Aus einem Volk wird eine Gesellschaft.

Jene Werte, die für das Zusammenleben einer Gemeinschaft zu regeln geeignet wären, stehen im Widerspruch zur Lebensweise in der demokratischen Gesellschaftsordnung. So verwundert es auch nicht, dass in dieser von Materialismus und Vergnügungssucht geprägten Zeit einer der wichtigsten Werte unseres Volkes, die Treue, keine Rolle mehr zu spielen scheint.

„Treu sein“ bedeutet Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit. Sie bedeutet, zu sich selbst, zu seinen Grundsätzen und zu seiner Überzeugung zu stehen. Nur über Treue kann Vertrauen geschaffen werden. Vertrauen wiederum stellt die absolute Grundlage für gemeinschaftliches Zusammenleben dar. Seien es Partnerschaften, Freundschaften, Familien oder Arbeitsgruppen.

Besonders in einer Partnerschaft wird dies deutlich: Das unerschütterliche Festhalten an die eingegangene Bindung, auf die der jeweils andere vertrauen kann und di e im endgültigen Treuebeweis seinen Höhepunkt in der Ehe und der Gründung einer Familie – der Keimzelle unseres Volkes - findet. So wird die Treue zur Voraussetzung einer Familiengründung und ist damit elementarer Faktor zum Erhalt unseres Volkes.

Doch im demokratischen System wird genau das Gegenteil gepriesen und vorgelebt. Der Treueeid, den Staatsoberhaupt und Minister bei ihrer Ernennung dem deutschen Volk schwören, ist nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht. Bereits unmittelbar nach Amtsantritt werden Versprechen gebrochen, das Vertrauen des Volkes missbraucht und die eigene Glaubwürdigkeit somit untergraben.

Es war quasi nur eine Frage der Zeit, bis die Treue als Teil unseres Wesens nicht nur verblasst, sondern das Gegenteil, die Untreue als völlig legitim deklariert wird. Die Errichtung von lukrativen Geschäften auf Basis dieser verdrehten Werteempfindung ließ somit auch nicht lange auf sich warten. Nachdem anonyme Vermittlungen von Seitensprüngen im Internet längst Realität sind, geht die Berliner Diskothek „Q-Dorf“ den nächsten Schritt.

In regelmäßigen Abständen wird unter dem Motto „Untreuparty – Genieße dein Leben ohne deinen Partner“ dazu animiert, seinen Partner zu betrügen und sich für ein Leben ohne feste Bindung und somit ohne Familiengründung zu entscheiden. In diesem System, welches das deutsche Volk ohnehin längst an den Rand seiner Existenz geführt hat, ist die Forderung zur Verweigerung der Familie somit der finale Schritt zum endgültigen Volkstod.

Es ist die Pflicht eines jeden von uns, sich persönlich darüber im Klaren zu werden, welchen Stellenwert die Treue im eigenen Leben hat. Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit sollten, vor allem im Widerstand, zentrale Stellung genießen. Es gilt, die Alternative zum demokratischen System nicht nur zu benennen, sondern sie zu leben.


Quelle: www.spreelichter.info
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